| Zoff um Kita im Gewerbegebiet |
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"Hobbits" in Bramfeld wollen Krippenhaus neben Schule eröffnen / Nachbar-Firma legt Veto ein. Schon wieder will ein Nachbar eine neue Kita verhindern. Diesmal in Bramfeld. Voller Vorfreude plante das kleine Team des Kinderhauses "Hobbit" im Fahrenkrön 115 ein neues Krippenhaus neben seiner Kita. Das Gebäude war schnell gefunden, Bauamt und Sozialbehörde signalisierten Unterstützung. Doch dann kam der Schock für Kita-Leiterin Rita Wridt (52). Eine Firma nebenan hat Widerspruch eingelegt. Nun liegt alles auf Eis. Wridt: "Das kann nicht wahr sein. In Othmarschen darf eine Kita nicht öffnen, weil sie die Nachbarn im reinen Wohngebiet stört, und hier ist es nun verboten, weil eine Firma Veto einlegt." (Text©Hamburger-Morgenpost) Für die Kita Hobbit kann die Misere ganz schnell existenzbedrohend werden. "Wir haben einen Zehnjahresvertrag für das ehemalige Büro- und Gewerbehaus unterschrieben, in das unsere Krippe einziehen sollte. Das musste sein, sonst hätte die Sozialbehörde uns keine Mittel aus dem Krippenausbauprogramm bewilligt", so Wridt. Der Architekt hat bereits Umbaupläne erstellt. Die Kita zahlt seit Januar eine monatliche Miete von 2000 Euro. Die Kita "Hobbit" liegt auf dem Gelände der Grundschule Fahrenkrön. In der Kita werden 34 Kinder betreut. Um neuen Platz für 25 Krippenkinder zu schaffen, wurde das benachbarte Bürogebäude angemietet. Ein angrenzendes Unternehmen fürchtet laut Wridt den Verkehr durch Mütter, die ihre Kinder bringen. Zudem besteht die Sorge, dass die Gewerbetreibenden nicht mehr so laut sein dürfen und Auflagen bekommen, wenn erst einmal eine Krippe im Gewerbegebiet ist. "Dabei ist direkt nebenan die Schule, da können die Firmen eh nicht grenzenlos laut sein." Der Bezirk führt noch ein anderes Argument an: "Im Gewerbegebiet sind Kitas grundsätzlich nicht zulässig", so Christiane Kuhrt, Sprecherin des Bezirksamts Wandsbek. Daher könne eine Genehmigung höchstens erteilt werden, wenn die Gewerbetreibenden einverstanden sind. "Wir planen seit Monaten in enger Zusammenarbeit mit dem Bauamt, wieso hat das nie jemand erwähnt?", so Wridt. Auch die Sozialbehörde habe die Pläne geprüft. "Sie hat uns bereits die Mittel zugesagt." |
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